Die irren Theorien der Leugner des Klimawandels

  • «Zeiten des Klimawandels gab es auch früher schon.»

Auf Warmzeiten folgen Eiszeiten und umgekehrt, das ist natürlich richtig. Allerdings hatte die Menschheit aufgrund der horrenden Überbevölkerung von derzeit über 8,3 Milliarden Menschen noch nie einen so enormen Einfluss auf das Klima wie in den letzten 100 Jahren. Der heutige Klimawandel läuft zehnmal schneller ab als jeder andere zuvor. Dabei sind die Einflüsse besonderer Naturgewalten, wie Asteroideneinschläge oder Supervulkanausbrüche, ausgeschlossen. So dauerte der Übergang von der letzten Eiszeit zur heutigen Warmzeit laut wissenschaftlichen Berechnungen rund 5000 Jahre. Dabei erwärmte sich pro 1000 Jahre das globale Klima um etwa ein Grad. Heute vollzieht sich der gleiche Temperaturanstieg in nur 100 Jahren.

  • «Das Kohlendioxid in der Atmosphäre stammt hauptsächlich aus den Ozeanen.»

Jährlich werden etwa 100 Gigatonnen Kohlenstoff zwischen Ozeanen und Atmosphäre ausgetauscht; das ist ein sehr dynamischer Prozess. In manchen Regionen gibt der Ozean CO2 ab, in anderen nimmt er es auf. Das Netto ist beim Austausch zwischen Ozean und Atmosphäre ungefähr bei Null, ein bis zwei Gigatonnen nehmen die Meere sogar auf. Die Menschen dagegen führen der Atmosphäre kontinuierlich Kohlendioxid zu. Von den sieben Gigatonnen jährlich, die die Menschheit verursacht, bleibt etwa die Hälfte in der Atmosphäre. Netto gibt der Ozean gar kein CO2 ab, sondern nimmt dieses seit Jahrzehnten auf. In der Folge steigt die CO2-Konzentration in den Meeren, was zur Versäuerung des Meerwassers führt. Das CO2 in der Atmosphäre stammt also nicht aus den Ozeanen, sondern aus der Verbrennung von Erdöl, Erdgas oder Kohle usw.

  • «Vulkane stossen viel mehr CO2 aus als der Mensch produziert.»

Vulkane und Gestein, vor allem in Vulkangebieten, geben tatsächlich CO2 ab. Die Menge ist schwer zu messen, aber deutlich niedriger als die vom Menschen verursachte Menge. Das deutsche Umweltbundesamt geht davon aus, dass die CO2-Emissionen durch Vulkane ungefähr zwei Prozent der vom Menschen verursachten Emissionen ausmachen würde. Vor der Industrialisierung war die CO2-Konzentration in der Atmosphäre relativ konstant.

  • «Das stärkste Treibhausgas ist nicht das CO2, sondern der Wasserdampf.»

Die CO2-Menge in der Luft bleibt beim natürlichen Kohlenstoffkreislauf nahezu konstant. Durch menschliche Aktivitäten steigt sie derzeit jährlich um 0,5 Prozent. Wasserdampf ist tatsächlich das wichtigste Treibhausgas, denn er wirkt wie ein Verstärker. Der Wasserdampf ist aber nicht der Grund für die Erwärmung, sondern die Folge, denn die Temperatur bestimmt, wieviel Wasserdampf in der Atmosphäre ist und nicht umgekehrt. Im Gegensatz zum Kohlendioxid bleibt Wasserdampf meist nur wenige Tage in der Atmosphäre und kehrt dann als Regen auf die Erdoberfläche zurück. Je wärmer allerdings die Atmosphäre ist, um so mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen. Damit spielt der Wasserdampf tatsächlich eine sehr grosse Rolle beim natürlichen Treibhauseffekt. Die Wasserdampf-Moleküle in der Erdatmosphäre können wiederum Wärmestrahlung absorbieren und die Temperatur so weiter erhöhen.