Das falsche, krankhafte christliche Demuts- und Opfer-Verständnis

Selbstredend sehen die Christenmenschen die legalisierte Demutforderung und Selbstaufopferung als Grundhaltung einer in Tat und Wahrheit falsch verstandenen Nächstenliebe in der Bibel (AT) sowie im Neuen Testament (NT) begründet. Offensichtliche und gerne zitierte Hinweise sind in den beiden Schriftwerken an über vierzig verschiedenen Textstellen zu finden. Repräsentativ und für die christliche Haltung verbindlich sind zum Beispiel: (NT) – Philipperbrief Kap. 2 Vers 3, …; sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst …, (NT) – Apostelgeschichte Kap. 20 Vers 19, … dem Herrn dienend mit aller Demut und unter Tränen und Versuchungen. – Bibel (AT) l, Micha Kap. 6 Vers 8, … es ist dir gesagt, oh Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: … und demütig wandeln vor deinem Gott.
Es sollte genügen, an dieser Stelle lediglich nur deren drei massgebende Textstellen aufzuzeigen. Bereits jede einzelne von ihnen ist aus psychologischer Sicht betrachtet – als gezielte Aufforderung zur bewussten und manipulierten Selbstaufgabe, Selbsterniedrigung, Degradierung und persönlichen Entwertung – eine menschliche Katastrophe. Der vom Christentum so fundamental verwendete Terminus ‹demütig sein = dienend sein› entspricht in ihrer tiefen Wurzel also einer allesumfassenden und alleseinfassenden christlichen Grundhaltung. Diese Haltung hat sich in der christlichen Welt als wahnhafte Gläubigkeit während Jahrhunderten psychogenetisch und bewusstseinssomatisch in die Denk- und Lebensweise sowie in das Gefühlsleben des Menschen eingefressen und sich zur verbindlichen Norm erhärtet. Ungehindert und während Jahrhunderten kaum kritisiert, haben sich die Demut und der Opferwille als eine der obersten Hauptdirektiven des christlichen Gehorsams im Bewusstsein, der Psyche und im Gefühlsleben der wahngläubigen Menschen tiefgreifend und krankhaft etabliert. Im Widerspruch zu den eigentlichen schöpferisch-natürlichen Gesetzen und Geboten der Freiheit und der unbedingten Gleichwertigkeit, entsprechen die christliche Demut und Selbstaufopferung einer von den Kirchen und Kultreligionen perfekt ausgeklügelten und psychologisch durchorganisierten Selbsterniedrigung und Selbstentwertung der Gottesgläubigen. Mit der Forderung nach einer ‹hündischen› Demut ist es der christlichen Kultreligion und ihren Kirchen gelungen, bei den Gläubigen sämtlichen Ansprüchen ihres vermeintlich biblischen Menschen-Gottes ‹JEHOVA ZEBAOTH› blindes Gehör zu verschaffen und die Befolgung seiner Machtansprüche einzufordern.