Reiki

Diese als ‹alternativ› beschriebene Heilmethode grassiert in vielen Ländern, wobei Deutschland, die Schweiz und Oesterreich ebenso vorne liegen mit diesem Trend wie auch Amerika, wo das Ganze ‹therapeutic touch› genannt wird. Die Reiki-Betreiber, angebliche Heiler und Heilerinnen, versprechen bei ihren Machenschaften, die ‹Aura› oder das ‹Energiefeld› zu manipulieren, indem sie ihre Hände mehr oder weniger nahe über den Körper des Menschen gleiten lassen, ohne diesen direkt zu berühren. In einer wissenschaftlich einwandfreien Studie wurde nun von einer elfjährigen Schülerin das Reiki-Verfahren als pseudowissenschaftlicher Humbug entlarvt, wie im ‹Journal of the Amerikan Medical Association› berichtet wurde. Die Schülerin Emily Rosa aus Loveland, Colorado, testete 21 Reiki-Heiler – stets nach dem gleichen Muster: Getrennt durch einen Vorhang, entschied sie jeweils durch einen Münzwurf, ob sie ihre Hand über die linke oder rechte Hand des Reiki-Therapeuten hielt. Den Reiki-Meistern musste ihre Heilkunst dann ja die richtige Antwort geben, eben dadurch, dass sie das angeblich so sicher zu spürende ‹Energiefeld› feststellen konnten. Doch weit gefehlt, denn bei insgesamt 280 Versuchen lag die Trefferquote nur gerade bei 44 Prozent (123,2 richtige Aussagen), was 6 Prozent unter dem liegt, wenn nur blind geraten wird, denn blindes Raten erzielt in der Regel mindestens 50 Prozent Treffer, was bei 280 Versuchen 140 richtige Aussagen ergibt. Also kann sich jeder vernünftige Mensch selbst ausrechnen, was die so hochgepriesene Reiki-Heilmethode wert ist, die nichts anderes als eine Form des Handauflegens darstellt, auch wenn dies von den Reiki-Anhängern vehement bestritten wird.