Leserfragen

Leserfrage

Was ist ein Lot Silber, wieviel wiegt es? Welche Rolle spielt diese Entlohnungseinheit und nach welchen Gesichtspunkten hat man ein Silberlot gewählt – warum wählte man nicht als Einheit ein Goldlot? Von wem wurde der Begriff ‹Geld› in dieser Form geprägt? Waren es Ausserirdische, die als Tauschware diese ‹Wert-Gegenstände› beim Handeln erfanden und hier auf der Erde eingeführt haben? Nach welchen Gesichtspunkten wurde die Vermögenssumme von 120000 Lot Silber festgelegt? Wie lässt sich diese Zahl auf heute übertragen z.B. 120000 DM?

Catalin Morarescu/Deutschland

Antwort

Das Ganze lässt sich nicht in der vorgenannten Form auf heute übertragen, weil grundlegend andere Voraussetzungen herrschen, und zwar sowohl in bezug auf die Zahlungsmittel wie auch in wirtschaftlicher Form. Also müssten für die heutige Zeit völlig neue Regeln und Berechnungen für die einzelnen Verhältnisse geschaffen werden. Was im OM genannt wird, bezieht sich auf uralte Zeiten auf erdfremden Welten, folglich das im Buch genannte also auch nicht relevant ist in bezug auf erdenmenschliche Vererbungsnormen usw. – Festgelegt wurden die alten Normen gemäss den bei den erdfremden Völkern herrschenden Verhältnissen, die nur insoweit auch auf der Erde Anwendung fanden, dass sie im Kreise der erdfremden Ansiedler gehandhabt wurden, jedoch nicht unter den Erdenmenschen selbst.

In bezug auf den Begriff Geld: Die heutige Bedeutung stammt aus dem 14. Jahrhundert und hiess ursprünglich in Althochdeutsch GELT, was soviel wie ‹Vergütung› oder ‹Wert› bedeutete. Geld war und ist ein wirtschaftliches Gut, das in Verkehrswirtschaften die Aufgabe des allgemein akzeptierten Zahlungsmittels erfüllt. Heute wird diese Anerkennung durch die Festlegung gesetzlicher Zahlungsmittel gesichert.

Aus dem Bedürfnis nach einem Wertmassstab entstand das Geld; ein Wertmassstab, der quantitative Bewertungen und Vergleiche ermöglichte. Geldarten gab es dabei sehr viele, von denen hier einige genannt sein sollen: Schmuck-Geld, Ring-Geld, Zahn-Geld, Feder-Geld und Stein-Geld usw. Diese Geldarten wurden später vom sogenannten Nutz-Geld abgelöst, wie z.B. Kleider-Geld, Pelze-Geld, Gewürze-Geld, Stoffe-Geld, Nahrungsmittel-Geld und Genussmittel-Geld usw. Diese Geld-Arten wurden dann vom Metall-Geld abgelöst (Gold und Silber resp. Gold- und Silberringe usw.). Aus Rationalisierungsgründen wurden dann schon im Lyder- und Perserreich Metallmünzen geprägt. Bereits im Mittelalter entwickelte man das erste Papiergeld, wobei es erstlich allerdings lediglich als Ersatz für hinterlegtes Metall-Geld Gültigkeit besass. Gold und Silber standen lange Zeit als Währungsmetall gleichberechtigt nebeneinander (was übrigens auch bei den alten Ausserirdischen der Fall war, die ihr Geld in Lot massen, folglich es bei ihnen auch das Lot Gold gab, das den gleichen Wert besass wie das Silber). England ging um die Wende zum 19. Jahrhundert zur Goldwährung über, die im Laufe des 19. Jahrhunderts als Goldumlaufwährung zur international anerkannten Währungsform der freien Weltwirtschaft wurde. Die Deckungsvorschriften wurden noch im 19. Jahrhundert gelockert. Als nach dem 1. Weltkrieg der Zusammenbruch der Goldwährungen erfolgte, wurden die Bindungen des Papier-Geldes an das Gold aufgegeben und Papierwährungen geschaffen. Nur noch unterwertige Scheidemünzen sind als Metall-Geld im Umlauf.

Die Frage, wieviel ein Lot Silber wiegt, kann folgendermassen beantwortet werden: Das Lot hat eine uralte Geschichte, die zu den Weithergereisten aus den Tiefen des Universums zurückreicht. Diese Geschichte ist jedoch auf der Erde längst in Vergessenheit geraten. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen ist aber der Begriff dessen geblieben, dass es sich um ein Gewichtsmass handelte, das gemäss ursprünglicher Zeit mit einem Gewicht von nach heute üblichem Mass mit 16 Gramm gemessen wurde.

Auf der Erde fand das Lot vor allem in Mittel- und Nordeuropa Verbreitung, und zwar als Gewichts- bzw. Masseeinheit, wobei der Wert resp. das Gewicht regional unterschiedlich gehandhabt wurde, meist jedoch 1/32 und später 1/30 Pfund. Mit der Einführung des metrischen Systems entsprach ein Lot 1/30 des Landespfundes, das 500 Gramm wog, folglich ein Lot mit 162/3 Gramm zu berechnen war. In Bayern und Oesterreich wog das Lot 171/2 Gramm, hingegen ein Neulot in Norddeutschland 1/10 Pfund = 50 Gramm. Früher existierte das Lot auch als kleines Gold- und Silber-Münzgewicht, das dann 1/16 Mark entsprach. Ein Lot war auch ein früheres Probiergewicht für verarbeitetes resp. legiertes Silber, meist den 16. Teil der Legierung bezeichnend (12-lötige Silberlegierung: 12/16 Silber, 4/16 andere Metalle). Die in Lot oder Grän ausgedrückte Feinheit des Silbers wurde Lötigkeit genannt.

In den USA existierte früher auch ein Feldmass, das Lot genannt wurde, wobei 1 Lot 80 Acres betrug. 1 Acre = 4047 m2.

Im deutschen Zollverein des 19. Jahrhunderts galt das Lot als kleines Massemass zu 1/30 Pfund (Zollpfund = 500 Gramm). In Bayern wog später ein Lot noch 15,6 Gramm, was 4 Quentchen entsprach. In Hessen hatte das Lot 16,667 Gramm, was als 10 Quentchen gerechnet wurde. Oesterreich bewertete das 17,502 Gramm-Lot mit 4 Quentchen, während Russlands Lot 12,797 Gramm wog und 3 Solotnik resp. 288 Dolja wert war.

Als Edelmetallgewicht (Münzgewicht) galt 1 Lot 1/16 Mark = 1/32 Pfund = 4 Quentchen = 18 Grän = 0,812 Gramm (gemäss der kölnischen Mark).

Lot als Feingehaltsangabe bei Silberlegierungen wurde, wie bereits erwähnt, als Lötigkeit bezeichnet. In dieser Form war reines Silber 16-lötig. Die 8-lötige Silberlegierung enthielt folglich also 8/16 Silber und 8/16 (1/2 resp. die Hälfte = 50 Prozent) andere und unedle Metalle.

In Brüssel war das Lot ein Volumenmass für Wein. Dabei betrug ein Lot = 1/48 Aime = 2 Pots = 2,708 Liter.

Die Umrechnung von Feingehaltsangaben in Tausendteile ist folgende:

1 Lot = 62,5 fein
2 Lot = 125,0 fein
3 Lot = 187,5 fein
4 Lot = 250,0 fein
5 Lot = 312,5 fein
6 Lot = 375,0 fein
7 Lot = 437,5 fein
8 Lot = 500,0 fein
9 Lot = 562,5 fein
10 Lot = 625,0 fein
11 Lot = 687,5 fein
12 Lot = 750,0 fein
13 Lot = 812,5 fein
14 Lot = 875,0 fein
15 Lot = 937,5 fein
16 Lot = 1000,0 fein

Das Lot war auch ein altes Edelsteingewicht. Die reine Bezeichnung Lot existierte zu Urzeiten bei den Ausserirdischen der Henok-Linie auch als Männername (Frauenname = Lota) mit der Bedeutung "Der Errettende". Als solcher Name fand er auch Einlass in die christliche Bibel und in die jüdische Thora. In der Bibel war Lot der Neffe Abrahams, mit dem er in Kanaan einwanderte. Aufgrund seiner Gerechtigkeit entkam er später der Katastrophe von Sodom, wobei jedoch seine Frau, die verbotenerweise zurückblickte, in eine Salzsäule verwandelt wurde (1. Mos. 11-14;19 [natürlich immer gemäss der Bibel]). In der biblischen Geschichte gilt Lot als Ahnherr der Moabiter und Ammoniter.

Billy