James W. Deardorff

Der gleiche Teil des Abschlussberichtes besagt weiter (Korff, Seite 82): «Das Manuskript (Meiers Kontaktberichte) macht völlig klar, dass sie (Semjase) wünscht, Ihre Kontakte strikte auf Herrn Meier zu beschränken. Gewiss ein zweckdienlicher Wunsch.» Und wieder lässt der Bericht anderes wichtiges Material aus den Kontaktberichten weg, in denen Semjase Meier erklärt, weshalb sie diese Taktik aufrechterhalten, weil Meier sie deswegen mehrmals ausfragte und ihre Erlaubnis einholen wollte, bei Gelegenheit eine oder zwei andere Personen mitbringen zu dürfen. Ihre Begründung schloss die Notwenigkeit ein, zu vermeiden, dass ihre Kontakte zu gut bezeugt würden, was viele Menschen abrupt dazu zwänge, an ihre Existenz zu glauben, bevor sie mental und psychologisch darauf vorbereitet sind. Die Erklärung dieser Tatsache zu unterschlagen, kann ein völlig falsches Bild schaffen. Und wieder, der Gebrauch von «zweckdienlich» im Bericht impliziert durch Unterstellung, dass es für einen Schwindler zweckdienlich sei, das Kontakt-Einschränkungsthema zu ersinnen, während die Wahrscheinlichkeit ignoriert wird, dass es ein Teil der Strategie der Ausserirdischen war.

Der Abschlussbericht erwähnt weiter verschiedene, wortgetreu in den Kontaktberichten erschienene Erläuterungen Semjases an Meier, welche für die meisten Wissenschaftler wie 'alberne' Wissenschaft oder Pseudo-Wissenschaft klingen. Gemäss Korff glauben anscheinend die Mitglieder der schweizerisch-deutschen Studiengruppe, auf die er sich bezieht, dass, das was Ausserirdische ihren Kontaktpersonen/Entführten erzählen, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit sein muss! Es ist eine rechte Anmassung für ein Untersuchungsteam und scheint, wie hier gerade aufgezeigt, ungerechtfertigt. Etwas Desinformation einzuschliessen ist ein strategisches Mittel der Ausserirdischen und eine einleuchtende Alternative zur Möglichkeit, dass es Meier war, der nicht immer die Wahrheit gesagt hat; aber Korff scheint dies niemals bedacht zu haben. Jedenfalls ist es für uns nicht immer möglich, mit Gewissheit zu sagen, welche Erklärungen Desinformationen sind und welche nicht, obwohl sie unserem höchst begrenzten wissenschaftlichen Verständnis als solche erscheinen, das ohnehin des öfteren einer Revision bedarf, sobald die Wissenschaft wieder einen Fortschritt gemacht hat. Bedenkt man, auf wie viele Arten unsere Wissenschaft im vergangenen Jahrhundert auf den neuesten Stand gebracht werden musste, dann versuche man sich vorzustellen, wie viele weitere Erneuerungen und komplette Revisionen in den nächsten 50 Jahrhunderten gemacht werden müssen.

Korffs Fassung des Abschlussbericht sagt weiter, dass Meier «sich in die Vergangenheit nach Jerusalem zurückversetzen liess». Dies erfordert eine Korrektur: Er hat um diese Zeitreise nicht gebeten; sie wurde ihm vielmehr zu dem Zeitpuntk (1956) von seiner ausserirdischen Kontaktperson Asket auferlegt. Nur durch die Tatsache, dass einige geachtete Wissenschaftler im vergangenen Jahrzehnt zum Schluss kamen, dass Zeitreisen nicht undenkbar sein dürften, muss deren Möglichkeit von den UFO-Kritikern jetzt ernstgenommen werden.