Menschenrechte sind Menschenpflichten

Die technischen Errungenschaften haben den Menschen in seiner bewusstseinsmässigen (geistigen) Entwicklung überrollt. So sind Werte geschaffen worden und werden weiterhin erarbeitet, die dem Menschen einerseits das materielle Leben erleichtern, die ihn aber andererseits bedrohen, weil jede technische Neuerung in der Regel zu negativen Zwecken missbraucht wird. Bei diesen Machenschaften bleiben dann die Menschenrechte auf der Strecke.

In einer Welt, die derartig überbevölkert und auf rein materielle Fortschritte ausgerichtet ist, verkümmert die bewusstseinsmässige (geistige) Entwicklung des Menschen immer mehr. Trotz aller technischen Errungenschaften verblödet er zusehends. Die neuen Medien, speziell die Fernsehmacher, servieren ihm ein reichhaltiges Menu, das per Knopfdruck auf dem Bildschirm erscheint. Er muss nicht nachdenken, sondern er kann nur noch schlucken, was ihm das vielfältige Angebot auftischt. Auf Bekömmlichkeit wird dabei in der Regel gar nicht geachtet; was zählt ist Spannung, Attraktion, Horror, Schiesserei, aber auch falsches Mitleid, Gefühlsduselei und jeglicher Quatsch und Blödsinn an sogenannter Unterhaltung. In der Programmgestaltung wird weniger auf Bildung als vielmehr auf hohe Einschaltquoten geachtet. Das gemeine Volk schluckt auch diese Tatsache und lässt sich weiterhin einlullen. Wozu sich anstrengen, wenn alles serviert wird. Das Bewusstsein jedoch und die Sprache verkümmern immer mehr. Dies ist nicht nur beim Fernsehprogramm, sondern auch bei Zeitungen und Illustrierten zu beobachten. Eine anspruchsvolle Literatur wird von der Masse der Menschheit nicht mehr verstanden. Der Mensch muss sich aber bilden, damit er Tugenden entwickeln kann, die ihm die Erfüllung der Menschenrechte gewährleisten; Tugenden wie Ehrlichkeit, Standhaftigkeit, Mässigkeit, Arbeitsamkeit, Vorsichtigkeit, Verschwiegenheit und Barmherzigkeit. Er muss sich deshalb weiterbilden, damit seine Gedanken neue Bahnen finden.

Das Gedankengut einzelner sowie der gesamten Menschheit ist aber für den weiteren evolutiven Fortschritt verantwortlich. Je mehr Menschen also auf einem Planeten leben, desto stärker sinkt das Gesamtniveau der Bildung, weil die Masse auf materiellen Konsum und ein bequemes Leben ausgerichtet ist. Höhere Werte bilden im allgemeinen keinen Anreiz, um sich länger damit zu beschäftigen. So verkümmert das Gedankengut der Volksmassen auf primitive, zerstörerische Werte, die als Schwingung alles negativ beeinflussen.

Man muss dieser Tage (Ende des 20.Jahrhunderts) nur einmal in die Zeitungen schauen: Mord, Kriegshandlungen, Drogensucht, sektiererische Morde und Massenmorde, Vergewaltigungen, Schlägereien und sonstige Gewalttaten gehören zur Tagesordnung. Angefangen in Ex-Jugoslawien, wo alle Menschenrechte auf grausamste Art und Weise in Grund und Boden gestampft wurden, dann verbrecherische Atombombentests, Umweltvergiftungen und vieles mehr, bis hin zu Gewalttätigkeiten und grausamen Einzelschicksalen. Die Weltbevölkerung jedoch sieht desinteressiert oder ohnmächtig und hilflos zu.