Über die Stellung der Frau in der FIGU - Artikel 5

Die Stellung der Frau in der FIGU kann nicht betrachtet oder beschrieben werden, ohne diese mit der heutigen Stellung der Frau in der Gesellschaft unserer westlichen Welt oder gar weltweit zu vergleichen.

Betrachtet man die Frauen der gegenwärtigen Zeit, dann sind sie beklagenswerterweise noch in allzu vielen Ländern und Gegenden unserer Erde nichts anderes als eine Art Mensch zweiter Klasse, sofern sie überhaupt der Gattung Mensch zugeordnet werden und nicht einfach das ‹Beigemüse› ihrer Männer oder ihrer gesellschaftlichen Umgebung sind. Aufgrund der Denkweise der Frauen und aufgrund ihrer kleineren körperlichen Kraft und besonders aufgrund ihrer Erziehung und der Ansprüche der Umgebung an ihr Frausein, scheinen sie für Ausbeutungen und Missbräuche aller Art geradezu prädestiniert zu sein. Schon kleinen Mädchen wird beigebracht, dass sie ihrer Umgebung gefallen müssen, um Beachtung zu finden, und dieser Grundtenor der Ansprüche, die an die Frau gestellt werden, ändert sich auch nicht, wenn die Mädchen grösser und schliesslich erwachsen werden. Folgsamkeit, Schweigsamkeit, Duldsamkeit, Gefügigkeit, die Bereitschaft, anderen zu helfen und zu dienen und der selbstverständliche Anspruch, dass die Mädchen schon früh an das Erfüllen von Pflichten gewöhnt werden, prägen, zusammen mit der Auflage, dass Frauen immer schön, schlank, jung, gepflegt und willig sein sollen, ihren Lebensweg und ihre Einstellung schon früh. Gerade dieses Ansinnen aber birgt den heimlichen Hintergrund, dass Frauen für die Männer jederzeit begehrenswert sein sollen, wenn diese ihre offenen oder heimlichen Gelüste befriedigen wollen. Ob die Frau in dieser Beziehung eine eigene Meinung hat und ob sie dem Mann zuwillen sein möchte oder nicht, das spielt traurigerweise in den allermeisten Fällen nicht die geringste Rolle, denn als Frau hat man sich in der Regel zu fügen. Verweigerung kann für Frauen in der heutigen Welt nicht nur direkt, sondern auch im übertragenen Sinne und in jeder Sparte des Lebens tödlich sein. Nur zu oft ist es die Regel, dass Frauen die ausgebeuteten Sklavinnen ihrer Umgebung sind, und nicht von ungefähr heisst es: Es ist schwer eine Frau zu sein; man soll denken wie ein Mann, sich verhalten wie eine Dame, aussehen wir ein junges, schönes Mädchen und arbeiten wie ein Pferd. Gerade das Denken wie ein Mann aber ist für die Frauen weder erreichbar noch erstrebenswert, denn aufgrund ihrer grundlegend anderen ‹Konstruktion› und anderen Lebensaufgaben sind die Frauen in der Regel auch viel weniger aggressiv und fordernd in ihrem Denken und Handeln als die Männer. Frauen, die das dennoch versuchen, werden sehr schnell zu ‹Mannweibern›, die auf ihre Umgebung abstossend wirken und den Zielen ihrer Geschlechtsgenossinnen gründlich schaden.