Die Stellung der Frau in der FIGU - Artikel 3

Grundsätzlich ist in den Satzungen der FIGU festgehalten, dass Mann und Frau gleichgestellt und ohne Unterschied gleichberechtigt sind. Auch in den Ordnungsregeln, die noch von Semjase (1975) ausgearbeitet wurden, ist festgehalten, dass alle Mitglieder, weiblich oder männlich, gleichgestellt und gleichberechtigt sind. In diesen Regeln heisst es aber auch, dass die Gruppemitglieder ihren Fähigkeiten gemäss in Aufgaben und Arbeiten einzuteilen sind, was naturgegeben oder muskelmässig zu unterschiedlichen Arbeitszuweisungen der männlichen und weiblichen Mitglieder geführt hat. Auch im ‹Gesetz der Liebe›, im ‹Dodekalog›, in der ‹Genesis›, im ‹OM› und in vielen weiteren Büchern sind eigentlich alle Grundregeln, die das menschliche Miteinander erleichtern würden, aufs Ausführlichste erklärend ausgelegt. Sie gelten als Richtschnur und Basis, nach der sich jedes Mitglied der FIGU - ob Mann oder Frau - nach bestem Können ausrichten und lernwillig aufbauen soll. Jedoch gilt auch die Regel, dass jeder Mensch in erster Linie auf sich selbst zu achten und gewissermassen selbst sein eigenes Denken und Tun zu erforschen hat, und zwar im Rahmen dessen, ob er nach bestem Wissen und Gewissen handelt. Jeder muss selbst in sich Liebe und Nächstenliebe bis hin zur Universalliebe erarbeiten, denn dies kann vielleicht gefordert, jedoch nicht erzwungen oder reglementiert werden.

Die Mitglieder der FIGU - Frauen wie Männer - sind Menschen mit Fehlern und Schwächen auf sehr unterschiedlichem Evolutionsniveau, mit mehr oder weniger Bildung, und auch ihre kulturellen Hintergründe sind mehr oder weniger unterschiedlich, und sie wären, wenn es nicht die Aufgabe der Mission erfordert hätte, in diesem Leben wohl kaum zusammengekommen. Sie alle zusammenzuhalten und zu führen, ist eine sehr schwere und schwierige Aufgabe, die unheimlich viel Geduld und Toleranz erfordert. Sogar Billy, der geduldig ist wie kein zweiter Mensch auf dieser Erde, haben die in den Anfängen herrschenden Missstände in einen körperlichen Zusammenbruch getrieben, von dem er sich bis heute nicht wieder vollumfänglich erholen konnte. Inzwischen haben sich die Zustände in allen Bereichen aber enorm verbessert, jedoch sind sie noch nicht ideal, sondern immer noch mehr auf das momentan Machbare als auf das zukünftig Gewünschte ausgerichtet.

Auch die wenigen Frauen, die den Weg in die FIGU gefunden haben, könnten unterschiedlicher gar nicht sein in Herkunft, kulturellem Hintergrund und Werdegang. Die biologische Tatsache, dass sie weibliche Menschen sind, scheint kaum zu genügen, um sie auf einen Nenner zu bringen oder ihre Stellung in der FIGU als eine bereits perfekte zu erklären. Ihr gesellschaftlicher Status als Ehefrau, Lebenspartnerin, Freundin, Mutter oder alleinstehende Frau unterscheidet sie sichtbar voneinander in ihren Bedürfnissen und Schwierigkeiten sowie in ihrer Einsetzbarkeit für die Mission.