Selbstverwirklichung durch Anwendung der Geisteslehre

  • Sich selbst sein bedeutet, voll und ganz zur eigenen Individualität zu stehen und sie mit allen aktuellen Stärken und Schwächen anzunehmen. Das bedeutet, dass der Mensch als solcher sich selbst so akzeptieren muss, wie er ist, und sich nicht wünscht, wie ein anderer zu sein, weil das unsinnig und unmöglich ist.
  • Jeder Mensch soll sich bewusst sein, dass er ein einzigartiger Mensch und eine Einheit von Geist, Bewusstsein und Körper und damit ein Unikat der Schöpfung ist.
  • Jeder Mensch soll sich selbst als unverwechselbare Persönlichkeit sehen, die im Innersten durch ein Teilstück Schöpfungsgeist belebt wird.
  • Jeder Mensch erschafft sich seine ihm eigenen Gedanken, Gefühle, Emotionen, Empfindungen, Erkenntnisse, seine Liebe, sein Wissen und seine Weisheit selbst in Form seiner Persönlichkeit und seines Charakters, die ihn unverwechselbar und einzigartig machen.
  • Jeder Mensch muss im Leben seinen eigenen Weg finden und diesen beschreiten. Er muss daher auch wissen, was sein Ziel ist und wohin ihn der Weg im Leben führen soll; letztendlich ist das Ziel dereinst das Verschmelzen der menschlichen Geistform mit der Schöpfung. Bis dahin durchleben unzählige aufeinanderfolgende und mit der Geistform verbundene Persönlichkeiten ihr Leben in stetiger Höherevolution des Bewusstseins.
  • Der Mensch sollte eine angemessene Selbstgenügsamkeit sein eigen nennen und sich nicht von der Anerkennung anderer Menschen von Beifall, Bewunderung oder Lob abhängig machen, sondern mit dem zufrieden und glücklich sein, was er aus eigener Kraft für sich selbst erarbeiten und entwickeln kann.
  • Der Mensch soll auf die schöpferisch-naturmässig drangmässig vorgegebenen Impulse seines Innersten (Geist) hören und sie in seinem Inneren (materielles Bewusstsein) in bewusster Befolgung der schöpferisch-natürlichen Gesetze und Gebote verwirklichen.
  • Alle Menschen sind miteinander durch soziale Kontakte, Beziehungen, Gedanken, Gefühle und Schwingungskräfte verbunden. Dennoch soll jeder für sich im Bewusstsein, in der Psyche und in den Gedanken frei bleiben und sich nicht in eine unnatürliche Abhängigkeit bzw. Unterordnung zu anderen Menschen oder in eine Selbstverleugnung begeben.
  • Sich selbst sein bedeutet, die eigenen Veranlagungen, Neigungen, Kräfte, Wünsche, Fähigkeiten und Ziele zu erkennen, zu entwickeln und auszuarbeiten und zu verwirklichen; stets auf die innere Stimme des eigenen Gewissens zu hören und keinen fremden Richtlinien, Meinungen oder sonstigen Strömungen nachzueifern, die nicht guten Gewissens für sich übernommen werden können.
  • Sich selbst sein heisst, sich unabhängig von allen körperlichen Merkmalen voll und ganz als Mensch anzunehmen, denn wichtig sind allein das Innere und die Tatsache, dass alle Menschen als schöpferische Kreationen völlig gleichwertig sind; dabei kommt es allein auf die Erfüllung der evolutiven Aufgabe als Mensch an.
  • Eigenständig, innerlich frei, unabhängig und damit sich selbst zu sein bedeutet, ‹Nein› sagen zu können, wenn eine Sache nicht akzeptiert werden kann; oder sich gegen etwas Unvertretbares zur Wehr setzen zu können, wenn es sein muss, sei es das Anliegen eines Mitmenschen, sonst etwas im Privatleben oder eine Arbeit.
  • Sich selbst sein bedeutet auch, sich selbst und die eigenen Gedanken, Gefühle, Entscheidungen, Taten und Handlungen immer wieder einmal zu hinterfragen und auf ihre schöpferisch-moralische Richtigkeit und Integrität zu überprüfen, denn das Selbst kann sich nur im Einklang mit den natürlichen Gesetzen und Richtlinien positiv und fortschrittlich entfalten.
  • Sich selbst sein heisst, das innere Selbst durch Versenkung in das Bewusstsein, also durch Meditation zu ergründen, das Bewusstsein und die Psyche zu beruhigen und damit dem innersten Schöpfungskern in einem selbst näherzukommen, aus dem die schöpferisch-natürlichen Impulse und Grundschwingungen entspringen.