Gegen Wut, Angst und Ohnmacht, ...

«Auf dieser Welt gibt es unerträgliche Dinge. Die Empörung ist der Schlüssel zum Engagement» sagt Stephane Hessel, ein bald vierundneunzigjähriger französischer Philosoph.
Also will ich vorerst meine Empörung und meine Wut als Energiequelle für mein Engagement gegen die Ungerechtigkeiten und mein Streben für eine Auseinandersetzung mit der Gerechtigkeit, der Realität und deren Wahrheit nutzen – mit dem Ziel, Voraussetzungen zu schaffen, die Erkenntnis und Inspiration sowie Anstoss, Motivation und Ermunterung ergeben.

Im FIGU-Sonderbulletin Nr. 37, Juli 2007, ist ein Auszug aus dem 450. offiziellen Kontaktgespräch zwischen Billy und Ptaah erschienen. Ich zitiere Ptaah (Seite 2): «Zu sagen ist noch, dass all die verantwortungslosen Herren Doktoren und Professoren usw., die sich Wissenschaftler nennen und das Klimadebakel bestreiten, in der Regel mit ihrem Unsinn viel Geld verdienen, weil sie oft profitgierig für Industriemultis usw. arbeiten und für diese durch falsche Klimamodelle wahrheitsfremde Analysen erstellen, die mit der Wirklichkeit und der Wahrheit nichts zu tun haben. Durch das Bagatellisieren und Verdrehen der wirklichen Wahrheit verdienen sich die Industriemächtigen und viele andere, wie eben auch die Bestreiter der Wahrheit – wie du immer sagst – goldene Nasen. Die Industriemultis können so weiterhin ihre masslos überteuerten Produkte an die Regierungen, Firmen, Konzerne und an die private Kundschaft verkaufen …»

Klarer können die üblen Verstrickungen und Vernetzungen dieses zynischen Materialismus wohl kaum beschrieben und genannt werden! Ja, es gäbe noch unzählige Beispiele zu nennen, um aufzuzeigen, wie uns rundum laufend falsche Informationen unterbreitet werden und wie wir der Manipulation und Suggestion ausgesetzt sind. Mir stellt sich immer und immer wieder die Frage, wo denn die eigentliche Ursache dafür liegt, dass wir manipulierbar sind und wir uns derart manipulieren lassen? Haben wir verlernt, bewusstseinsmässig wach zu sein, auf unsere Gedanken und Gefühle zu achten, selbst klar zu denken, eigene Schlüsse zu ziehen und dementsprechend die Eigendynamik der herrschenden Systeme zu durchschauen? Ich frage: Haben wir es einfach verlernt? Haben wir überhaupt wirklich je gelernt, selbst zu denken, oder gab es immer irgendwelche Mächte und Einflüsse, die daran interessiert waren, unser selbständiges Denken zu verhindern? Liest man Schriften über Geheimbünde oder über den Vatikan, dann wird schnell klar, dass strengstens verbotenes Wissen – nebst ungeheuer viel Unsinn –, also alles Reale, Wirkliche, Wahrheitsmässige und den Gesetzen und Geboten Entsprechende den Geheimwissenschaften einverleibt wurde, zu denen kein normaler Aussenstehender je Zutritt hatte. Unter Todesstrafe wurde den Betreffenden verboten, ihr Wissen, ihre Erkenntnis und ihr Können preiszugeben. Noch heute liegt viel des unermesslichen Wissens der Menschheit, das über ungeheure Zeiträume hinweg gesammelt wurde, in den unzugänglichen Geheimwissenschaften verborgen. Ja warum denn eigentlich, warum nur bleibt dieses Wissen verborgen? Die Antwort ist eigentlich klar und ganz einfach: Würde die Masse der Menschheit die Geheimwissenschaften entdecken, was ihr unvorstellbaren lebensbejahenden Nutzen, Fortschritt und Erfolg bringen würde, dann würden Religionen und der Glaube daran sowie die Politik innert kürzester Frist ausgerottet. Die Finanzwirtschaft würde verschwinden, Kriege, Unfrieden, Hunger und alle Übel der Welt hätten ein plötzliches Ende, weil in einer friedlichen Welt keine Machthaber und Kapitalmacher mehr einen Anfang und Vorstoss zur Machterlangung und Finanzscheffelei tun könnten. Finden Sie die obigen Ausführungen zu utopisch, zu phantastisch? Sie sind es keineswegs, denn: Wenn wir Menschen unsere Möglichkeiten, also zum Beispiel die Kraft des konstruktiven, kreativen Denkens als Antrieb nutzen, werden wir unsere bewusstseinsmässige Regsamkeit wecken und stärken, mit allen erdenklichen positiven Folgen!
Als praktisches Beispiel, welche Auswirkungen der religiöse Glaube auf das freie, logische Denken haben kann, möchte ich Ihnen folgendes erzählen:
Vor Jahren habe ich in einer Kirche vom dort ansässigen Pfarrer folgende Aussage gehört: «… das logische Denken ist der Feind des Glaubens!» Genial diese Aussage, wirklich. Treffender könnte man den Bezug von Denken, Logik und Glauben gar nicht beschreiben! Das heisst konkret: Entweder man denkt logisch, oder man glaubt.
Zuerst war ich, ehrlich gesagt, ziemlich perplex über des Pfarrers Aussage – kann er dies im vollen Ernst gemeint haben? Ja er kann! Erinnere ich mich an seinen beängstigenden Eifer, mit dem er seine Aussage auf die versammelte Gemeinde hinunterrief, dann meinte er es zweifelsohne sehr ernst. In Gedanken stimmte ich ihm natürlich völlig zu, nur – meine Beweggründe liegen den seinen diametral entgegen: Ich denke lieber, als dass ich glaube, denn glauben heisst: Nicht wissen. Glauben, also einfach von etwas nur annehmen, dass es so sei, verhindert die Wirklichkeit zu erkennen und ebenso gemäss dieser zu leben. Wie Schuppen fiel es mir von den Augen, dieser Pfarrer musste in seinem Glauben sehr gefangen sein. Wie sonst könnte er das logische Denken ‹verteufeln›? Ich denke weiter: Könnte die Ursache unserer Manipulierbarkeit darin liegen, dass uns der religiöse Glaube an eine höhere Macht, an einen Gott, der die Verantwortung für unser Leben übernehmen möge, davon abhält, a) selbständig zu denken und b) Eigenverantwortung in jeder Beziehung zu übernehmen? Mir kommen da folgende Aussagen in den Sinn: «Glauben ist ein Gegenentwurf zur Angst, Beten ebenso.» Oder: «Angst ist die Mutter aller Religionen.» Oder: «Religion ist das Opium der Menschheit.»