Verblendete Wahnvorstellungen

Alle leiden unter der Überbevölkerung, auch wenn sie sich der Quelle ihres Unbehagens nicht bewusst sind. Als Folge der 15fachen Überbevölkerung entstehen in vielen Menschen geheime Hoffnungen, ein Krieg könnte auf möglichst rasche Art einen beträchtlichen Beitrag leisten, um die Menschheit zu dezimieren. Doch ist es ein verwerflicher und auch ein untauglicher Vorschlag, mit Mord und Totschlag zu weniger Menschen zu kommen. Die Getöteten würden fast über Nacht durch eine doppelte Anzahl von Zeugungen ersetzt. Nach dem Balkankrieg wurde bekanntlich die offizielle Aufforderung an alle Frauen von Kroatien gerichtet, die Verluste ihres Volks durch möglichst viele Geburten wettzumachen.

Nur das Wissen von den Gesetzen der Natur und der Schöpfung, die unserem Leben die nötige Entfaltung ermöglichen, kann zu einer besseren Ordnung auf unserer Erde führen. Die Harmonisierung der Bevölkerungszahl muss von der Einsicht der Mehrheit eines Volks getragen sein, selbstverständlich verknüpft mit den entsprechenden staatlichen Verordnungen. Nur auf dieser Grundlage erlangt die Menschheit Erfolg. Man bedenke, dass die ausgelöschten Menschenleben nur für diese Inkarnation aus dem Leben geschieden sind. Ihr unkontrollierter Lebensstil, wozu auch die Unbewusstheit im Kindergebären gehört, bleibt auf dieser Erde gespeichert. Sie wird von den neugeborenen Kindern gleich wieder aufgenommen und im neuen Leben fortgesetzt. Der Krieg erreicht also gar nichts für eine ausgeglichene Bevölkerungszahl.

Neunte Wahnvorstellung:

Ein Gericht Gottes über die Menschen ist in der Vorsehung enthalten

Unter den Christen gibt es eine viel grössere Zahl als wir denken, die ihre Hände in den Schoss legen, weil sie glauben, die Prophetien der Bibel würden in Erfüllung gehen, weil sich Gott an den Ungläubigen räche. Für die Gläubigen sei somit der alles zerstörende Weltkrieg eine Befreiung. Viele klammern sich auch an die in zwei Paulusbriefen geschilderte Abreise der christlichen Gemeinde himmelwärts, indem die sogenannte "Braut Christi" entrückt werden solle. Wer so denkt, verbindet seine Sehnsucht nach einer besseren Welt mit dieser Erwartung und huldigt einer irrealen Erlösungshoffnung. In Ländern mit besonders vielen fundamentalistisch ausgerichteten Kirchen wie in den USA und in der Schweiz ist dieser Glaube sehr wirksam. Oft verbindet er sich mit esoterischen Überzeugungen und mit der Annahme, dass ausserirdische Raumschiffe, gesteuert von Jesus Christus, der seine Gläubigen sammeln werde, um sie auf einen (noch) nicht zerstörten Planeten zu bringen.

Tatsächlich gibt es genügend Berichte über die Vorzeiten unserer Menschheit, die mit grossen Raumschiffen zusammenhängen und nach Jahrtausenden wird die Zeit kommen, dass auch wir Menschen interstellare Reisen werden ausführen können. Doch werden sicherlich nicht jene ausgewählt, um schwierige Pionierfahrten in die Weiten des Weltraums hinaus zu bewältigen, welche ihre Begabungen in passiver Gläubigkeit Leben für Leben brachliegen lassen. Es werden vielmehr Kapazitäten in der Raumfahrt, im friedlichen Zusammenleben und im Erkennen der Wahrheit sein, die zu den grossen Expeditionen aufbrechen werden. Normalerweise bieten die neuen Aufenthaltsorte auf anderen Gestirnen über Jahrtausende nur harte Lebensbedingungen an. Das Leben kann unvorstellbar schwieriger sein, als wir es von den ersten Siedlern in Südamerika her kennen. Es lohnt sich deshalb unbedingt, unseren schönen Planeten vor einem zerstörenden Krieg zu bewahren.