Verblendete Wahnvorstellungen

Demgegenüber erkrankt jedes Volk früher oder später, wenn eine Vielzahl der darin lebenden Bevölkerung sich in erster Linie um sämtliche Vorteile sorgt, die möglichst viele finanzielle Bereicherungen bringen und nur geringe eigene Betätigungen abfordern. Zu viele verantwortungslose, selbstsüchtige und faule Menschen in einer Gemeinschaft sind immer kriegstreibende Kräfte. Wer ein gesundes Volk anstrebt, muss bei diesem Übel ansetzen.Zehn verblendete Wahnvorstellungen über den Nutzen des Krieges.

Vierte Wahnvorstellung:

Der Krieg bringt Helden hervor

Seit dem Altertum versuchte man, die angreifenden Krieger als Helden emporzustilisieren. In Wirklichkeit waren die zurückgekehrten Soldaten, im Gegensatz zu den höchsten Offizieren, in ihren Dörfern und Städten meistens verpönt. Wie wir aus dem schweizerischen Söldnerwesen wissen, verliessen oft die besten jungen Männer ihre Heimat und kehrten nach Jahren oder Jahrzehnten verroht, verkrüppelt und krank zurück. Man stelle sich doch vor: Welche Mutter, welches Kind, und überhaupt, welche Frau freut sich, wenn ein offizieller Massenmörder in die Familie zurückkommt?

Das Reden von Heldentum ist Spott und Hohn, wenn hohe Offiziere in kugelsicheren Containern, weit ab vom Kampfgeschehen Einsatzbefehle errechnen und die Fliegertruppen von hoch oben ihre Nervengifte, ihre Seuchenbomben und ihre atomaren Geschosse ausklinken müssen, um dann so schnell wie möglich davonzufliegen. Die Berichte von den zurückgekehrten Veteranen aus dem Vietnam-Krieg und aus dem Golf-Krieg sind erschütternd. Man hört, dass sehr viele, einige sagen fast alle, die Bomben und Blindgänger abgeworfen haben, sich früher oder später das Leben genommen haben. Aus dem Golfkrieg kehrten fast alle verseucht und hirngeschädigt zurück. Sehr viele gehören nun zu den totgeschwiegenen Opfern des Krieges. Einige berichten von ihren Schreckensträumen, die sie seither Nacht für Nacht heimsuchen und fast zum Wahnsinn treiben.

Ein Bericht im Radio von Susanne Brunner und einer in "Facts", Zürich, (März 2003) zeigen, wie die US-Soldaten für den Krieg geschult werden. Dort steht das Wort eines Lehrers und Majors dieser elitären Schule: "Nur wer den Wunsch spürt, Amerika bis zum Tod zu dienen, steht diese strenge Schulung durch." Es ist bekannt, dass angreifende Nationen heute ihre Krieger nicht nur mit dem Kriminalfilm-Konsum und den Video-Brutalos auf schreckliche aggressive Kriegshandlungen vorbereiten, sondern dafür in Militär-Akademien auch noch eigene Härtetrainings veranstalten. Man bedenke, dass für die Militär-Akademie nur gute Schüler ausgewählt werden, die sich höchstwahrscheinlich, ohne eine solch harte ideologische Schulung nicht freiwillig für einen derart widrigen Feldzug entscheiden würden.