Gut oder Böse - was ist des Menschen Natur?

Wird das Verhalten des Menschen analysiert, dann ist erkennbar, dass alles im Laufe seines Lebens von seinen komplexen Bewältigungsstrategien abhängt, um seine Bedürfnisse zu befriedigen, seine Konflikte und Probleme zu lösen und seine Fehler zu beheben und auch von seinen Mitmenschen Anerkennung zu gewinnen. Werden diese Fähigkeiten beim Menschen gesucht, dann lassen sich diese in seiner Grosshirnrinde finden, aus der immer komplexere und bessere Bewältigungsstrategien erwachsen und ihn des Rechtens nach schöpferischen Gesetzen und Geboten leben lassen, insofern er in diesem Erfüllungsklima aufwächst und sein Leben führt. Wächst er aber in einem Klima auf oder lebt er in einem, in dem Angst, Brutalität, Druck, Gewalt, Eifersucht, Folter, Unehrlichkeit, Hass, Rache, Vergeltung oder sonstig Böses und Ausartungen gang und gäbe sind, dann werden in den Tiefen des Gehirns die altabgelagerten, frühzeitlichen Abwehrprogramme Angriff, Flucht und Erstarrung verstärkt, wodurch Gewaltreaktionen in Erscheinung treten. Je gemäss dem Bösen, der Gewalt, der Ausartung werden sehr schnell als einzig mögliche und erfolgreiche Bewältigungsstrategie das gleiche Böse, die gleiche Gewalt und die gleichen Ausartungen als einziges Mittel der eigenen Behauptung und damit als einzige Chance gesehen, sich gegenüber sich selbst sowie gegenüber anderen Menschen oder einer Situation zu behaupten und eigens die Macht auszuüben. Dieses Verhalten führt sehr schnell zur Gewohnheit, was in der Regel schon in früheren Kinderjahren geschieht und nicht mehr abgelegt werden kann. So trägt der Mensch sein erlerntes Böses, die Gewalt, den Hass, die Rache und Vergeltung und alle Ausartungen sein Leben lang mit sich herum, was zwangsläufig zu zeitweiligen oder dauernden Gewalttätigkeiten führt. Im ganzen Verhalten ist auch eine dauernde und untergründige, unbewusste Angst davor eingebettet, Nachteile und Schaden zu erleiden, durch die eine dauernde und wühlende destruktive Aggressivität genährt wird, die den Angstzustand weiter steigert und daraus heraus wiederum die erlernte Gewaltbereitschaft hochschraubt. Das Fazit des Ganzen sind letztlich Mord und Totschlag, Krieg und Zerstörung, wie das seit alters her der Fall ist.
Wächst ein Mensch in einem Klima der Angst, der Gewalt, der Brutalität und der Ausartungen auf oder lebt er im Erwachsenenalter in einem solchen Klima, dann übernimmt er zwangsläufig dessen böse und negative Formen, indem er diese erlernt und damit den archaischen resp. frühzeitlichen Abwehrprogrammen von Angriff, Flucht und Erstarrung wieder Platz einräumt, was zwangsläufig zur Gewalttätigkeit führt. Das darum, weil im Bewussten des Bewusstseins keine Impulskontrolle stattfindet, weil sie nicht erlernt oder einfach über Bord geworfen wurde, folglich ein völlig anderes Verhaltensmuster in Erscheinung tritt, das nach destruktiver Aggression schreit, nach Gewalt, Rache, Vergeltung, Eifersucht, Folter, Todesstrafe, Hass, Krieg, Zerstörung, Unehrlichkeit und sonstig nach allem Bösen. Die gesamten Nervenzellverbände brüllen aggressiv nach Angriff, wobei jedoch auch Flucht und Erstarrung sowie Hinterlistigkeit, Gemeinheit, Würdelosigkeit, Menschenverachtung und Feigheit darin verwickelt sein können, die bei einem Angriff zur Geltung kommen.