Über den Tod meditieren

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oder über die alltägliche Ermordung, Verstümmelung und Tötung von Menschen!

Kürzlich betrachtete ich nachdenklich einen Stapel alter Zeitungen. Er war mittlerweile recht hoch geworden und Zeit geworden, ihn zu entsorgen. Das ist jeweils ein schwieriges Unterfangen. Alte und gelesene Zeitungen sind wie Früchte, aus denen der letzte Tropfen Saft herausgepresst werden könnte. Zeitungsstapel wachsen in die Höhe, können jedoch, entgegen den Früchten, nicht kompostiert werden. Vergilbt und staubig geworden, erzählen sie von einer Vielzahl niemals geschriebener Bulletin-Artikel, die unentdeckt für alle Zeiten in ihnen schlummern. Und das ist eine Verschwendung. Doch der Schreiberling muss Ordnung halten; er muss sich trennen von 150 cm Gedankenstoff aus Papier, Druckfarben und Anregungen für unzählige schriftliche Vergleiche. So werden Zeugnisse prophetischer Aussagen, wissenschaftlicher Berichte und menschlicher Schicksale, Geschichten über Kriege und Friedensabkommen, das Werden und Vergehen, das Leben, Sterben und den Tod sowie die Wiedergeburt zusammengebunden. Das Leben ist Lernen, ist Geisteslehre - man muss sich lösen können. Im täglichen Wahnsinn und geschäftigen Treiben auf unserem Planeten sind ihre Gesetze allgegenwärtig, tröstend und lehrreich. Die Geisteslehre findet sich überall, im Grossen wie im Kleinen, während ihrem Studium, im Alltagsgeschehen und auch zwischen gedruckten Zeitungszeilen.

Das schöpferische Wirken sowie die schöpferischen Gesetzmässigkeiten und Gebote sind so omnipräsent - wie auch unsere Erde niemals zur Ruhe kommt. Irgendwo auf unserem Planeten scheint stets die Sonne im Zenit. Ebenso wird rastlos immer irgendwo geliebt, gezeugt, geboren, gelebt und gestorben. Auch der neue Tag beginnt mit dem Aufgang der Sonne und mit dem ersten Blick in die druckfrische Zeitung. Kaum aus dem Schlaf erwacht, wird man mit den Früchten der Menschheit, mit Unmenschlichkeiten und Freuden, mit ihrer Vergänglichkeit, dem Sterben und dem Tod konfrontiert. Die Medien führen ihn vor, den vermeintlichen Feind des Lebens. Der Tod ist ein alltägliches Thema. Als vermeintliche Bedrohung, als Strafe oder kriegerische Konsequenz. Die Medien berichten von Menschen, die ihm vom ‹Karren› sprangen, ermordet wurden oder ihn friedlich gefunden haben.

Das Sterben und der Tod sind unsere täglichen Begleiter. Im Bewusstsein der Menschen ist der Tod längst nicht mehr nur evolutive Erfüllung schöpferischer Pflicht und letztendlich wohlverdienter Schlaf am Ende eines langen Lebens. Seit Menschengedenken wird er auch als Waffe eingesetzt. Soldaten werden getötet, um Staaten die Macht und Wehrkraft zu nehmen. Gefangene und Verurteilte werden getötet und ermordet, um ein ‹Übel› mit einem andern zu beseitigen. Menschen werden aus Rachsucht, Geldgier, Eifersucht, im Affekt oder aus purer Lust getötet. Menschen sterben aus Unachtsamkeit, durch sinnloses Vergnügen oder durch die eigene Hand. Die Zeitungen und Zeitschriften sind voll davon.