Kirchenaustritte haben markant zugenommen!

oder
über die Umnutzung und den Abriss von Kirchen und ‹Gotteshäusern›

Es gibt Menschen, die reisen um die ganze Welt, um alte Kirchengebäude und deren Architektur zu bestaunen und zu bewundern. Zu Tausenden stehen diese christlichen Bauwerke auf unserem Planeten und zeugen von einem religiösen Christenkult, der ganz offensichtlich allmählich seine Schrecken verliert. Im Laufe unserer Erdgeschichte sind viele Zivilisationen und Kulturen entstanden; sie haben Jahrhunderte oder gar Jahrtausende existiert, um plötzlich wieder vom Erdboden zu verschwinden. Ihre Ruinen haben als steinerne Zeugen einstiger Hochblüte viele Jahrhunderte überdauert.

Seit dem Wechsel in das dritte Jahrtausend wird auf unserem Planeten der Fortschritt auf vielen Gebieten immer schneller vorangetrieben. Nach vielen Jahrhunderten der Unterdrückung durch die Kultreligionen haben die Menschen begonnen, ihr Bewusstsein schneller zu entwickeln. Das Streben nach wahrlicher Wahrheit, nach Frieden, Liebe, Freiheit und Harmonie hat Fuss gefasst und lässt die Menschen in eine Zukunft schreiten, die die Auflösung der Unlogik, der Irrlehren, des Irrglaubens und der irren religiösen und politischen Dogmen fordert, dies als eine unaufhaltsame schöpferische Kraft, die der Mensch der neuen Zeit nicht mehr zu unterdrücken vermag, wie das bis zum Beginn der Neuzeit noch der Fall war. Die schöpferische Evolution lässt sich nicht verleugnen und verleumden und führt eines Tages unweigerlich zum Untergang von Blindgläubigkeit und Kultreligionen. Dies ist eine langsame Entwicklung, deren Licht jedoch allmählich immer heller am Horizont des Erdenplaneten erscheint. Es ist das eine Tatsache, die noch vor wenigen Jahrhunderten und gar bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts undenkbar gewesen ist. Heute lässt sich klar und deutlich erkennen, dass trotz Unbill, Kriegen, Terrorismus und Katastrophen im Menschen dieser Erde gewaltige und positive Bewusstseinsveränderungen sowie verstandesmässige, fortschrittliche und evolutive Wandlungen vor sich gehen.

Gemäss Zeitungsberichten und Statistiken besuchen immer weniger Menschen die Gottesdienste. Dadurch wird mittlerweile der Unterhalt vieler Kirchen zu einem ernsthaften finanziellen Problem. Für die zuständigen Kircheninstanzen stellt sich vermehrt die Frage nach einer Nutzungsänderung, einem Verkauf oder gar dem Abbruch vieler kirchlicher Gebäudekomplexe. Die Unterhaltskosten sind zur Existenzfrage geworden. In Berlin stehen sechs katholische Kirchen zum Verkauf und in Frankfurt ist der Abriss von drei Kirchen geplant. Im Kanton Genf/Schweiz sieht man sich aufgrund der schlechten Finanzlage gezwungen, eine erste Kirche samt Gemeindehaus abzubrechen. In Holland werden bereits viele Kirchen als Geschäfts-, Wohn- oder Veranstaltungsräume genutzt. Sie dienen sogar als Parkhäuser, Discos, Museen, Büroräume, Bibliotheken, Sparkassen oder als Supermärkte. In den letzten zehn Jahren wurden gemäss Presseberichten in Holland 623 Kirchen verkauft (Tages-Anzeiger vom 24. Februar 2004).