Missachtete Gleichwertigkeit der Frauen...

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Auch wenn beim Lesen dieser eigenartigen Gesetze ein gewisses Lächeln nicht zu verbergen ist, versteckt sich dahinter eine unbeschreibliche menschliche Tragödie und tiefe Missachtung der Frauen. Werden ihnen doch auf höchst persönlichen Ebenen bestimmte Freiheiten oder intime Verhaltensweisen abgesprochen oder aufgezwungen, über die keiner aussenstehenden Person irgendwelche Einmischung zusteht. Doch selbst in der Schweiz, einem Land mit weltweit beispielloser Demokratie und vielen Bürgerrechten, ist es noch immer eine Tatsache, dass viele Ehefrauen nicht über das Einkommen ihrer Männer informiert sind und sie keinerlei Kenntnisse über die Vermögens- und Finanzverhältnisse ihres Ehepartners haben. Ebenso ist es eine Tatsache, dass sich viele Frauen die Abstimmungsdokumente bei Wahlen von ihrem Gatten ausfüllen lassen müssen, obwohl sie unter Umständen eine andere Meinung als dieser haben. Frauen lassen sich einschüchtern und von Schuldkomplexen leiten; sie lassen sich manipulieren und von männlichem Schönheitswahn beeinflussen. Sie verändern ihren Körper, lassen Busen, Hintern und Gesichter liften, um Männern zu gefallen, deren Gunst sie gar nicht wirklich haben. Sie lassen sich vergiften von falschen Idealen, Schönheitsnormen und Plastikimplantaten, und zwar ohne nach den ureigensten Bedürfnissen und Wünschen zu fragen. Frauen werden besessen von den Männern, die sie unterhalten und denen sie ihr Herz in Hörigkeit verkaufen.

Die Unterdrückung und Missachtung der Gleichwertigkeit von Mann und Frau ist unterschwellig. Sie beginnt bereits in den kleinsten Dingen; in der Wahl der Farbe ihrer Haare oder dem Gesicht in ihrem Spiegel, dem Kleid, das ihm gefällt und das sie selbst abgrundtief hasst. Er bezahlt die monatlichen Rechnungen - weil sie angeblich dazu nicht fähig ist. Es fehlt ihr Name an der Tür, und der Name sowie die Telephonnummer lautet auf ihn. Im Auto sitzt nicht sie am Steuer, sondern er, und viele unreife Männer fürchten sich vor grossen, starken Frauen, die durch Selbständigkeit Erfolg im Leben haben.

Zumindest, so werden viele Männerstimmen laut, werden die Frauen nicht mehr getötet wie bei den Kultreligionen. Doch auch an der Psyche einer Frau kann durchaus ein Mord erfolgen, wovon die Frauenhäuser zeugen. Sehen wir aber trotz aller Unbill, Übel und aller Unmenschlichkeit zuversichtlich in die Zukunft: Wünschen wir den Frauen und notgedrungenen Kämpferinnen für ihre Rechte die nötige Ausdauer und Kraft; all jenen Frauen, denen der Wert von wahrlicher Gleichwertigkeit bewusst geworden ist und die sich nicht im Geschlechterkampf und in falscher Emanzipation verrennen; jenen Frauen, von denen es in den uralten Voraussagen des Jeremia heisst:

«So wird das Weib die Herrin zukünftiger Zeiten sein, denn es ist kraftvoll und machtvoll und wird seinen Willen den Männern aufzwingen und eine bessere, harmonischere Welt in Frieden und

Freiheit schaffen. Das Weib wird im dritten Jahrtausend nach Jmmanuels Geburt hochsteigen zur Mutter des Jahrtausends. Das Weib wird die Sanftheit und Liebe, die Harmonie und den Frieden

der wahren Mutter verströmen und die vollendete Schönheit und Liebe nach der Hässlichkeit

der Barbarei und der todbringenden Kriege sein. Und die Lehre des Propheten wird viel dazu beitragen, wodurch sich die neue Zeit in ihrem Gang in eine leichte Zeit verwandelt, in der ehrlich und wahr geliebt und geteilt, gemeinsam geträumt und die Träume wahrgemacht werden.»