Gewalt in der Partnerschaft und Gesellschaft

Kinder erleben die Ereignisse bei ihren Eltern immer mit, und sie sind dabei die schwächsten Opfer und Glieder in einer Beziehung der Gewalt. Gewalttätige Partnerschaften taugen rein gar nichts, und auch der Umstand, dass es angeblich immer wieder schöne Momente geben soll, täuscht über die kriminelle Handlungsweise des Gewalttäters oder der Gewalttäterin nicht hinweg. Es ist leider vielfach üblich, dass Opfer der Gewalt ihren Peiniger oder ihre Peinigerin in Schutz nehmen und dessen resp. deren Verhalten rechtfertigen, wobei die Gepeinigten nicht selten noch die Schuld bei sich selbst suchen und also sich selbst als Ursache der partnerschaftlichen Verantwortungslosigkeit sehen. Und damit verbunden ist in der Regel auch die Bereitschaft, sich der Gewalttätigkeit des anderen Partnerteils soweit zu unterwerfen, dass das ganze Leben lang Misshandlungen jeder Art zugelassen werden. Um es ganz klar zu sagen: Solche Beziehungen haben rein gar nichts mit Liebe zu tun. Es sind vielmehr sehr bösartige menschliche Ausartungen, wenn ein Partner oder eine Partnerin den anderen Partnerteil mit seinen physischen und psychischen Auswüchsen manipuliert, misshandelt und ihm Gewalt antut. Und solche Menschen, die ihre böse Macht mit böser Gewalttätigkeit zum Ausdruck bringen, ganz egal ob Mann oder Frau, sind primitivere Primitive, als es wilde Primitive sind. Sie sind Kriminelle, die aus der Gesellschaft ausgesondert und in Verbannung geschickt werden müssen, und zwar so lange, bis sie sich eines Besseren besonnen und sich zum Besten und Guten gewandelt haben. Deren gewalttätiges Tun und Treiben kann nicht dadurch verhindert werden, indem Nachsicht für sie geübt wird, dass Geschundene und Geschlagene bei ausartenden Gewaltausübenden bleiben und diesen noch hofieren, sondern Gewalttätige müssen verlassen und alle gesetzlichen Möglichkeiten ausgenutzt werden, um diese in ihre Schranken zu weisen und dazu beizutragen, dass es anderen Menschen mit den Ausgearteten nicht genauso ergeht. Dazu muss die Gesellschaft, der Staat, die Justiz und jeder einzelne Mensch in verantwortungsbewusstem und notwendigem Rahmen die Macht ergreifen und darauf richtig reagieren, um dem ganzen Elend ein Ende zu bereiten. Leider ist es aber immer noch so, dass diesbezüglich die notwendigen gesetzlichen Mechanismen noch nicht geschaffen sind, während bereits geschaffene völlig versagen. Das Ganze ist aber, wie gesagt, nicht einfach das Problem einer bestimmten Gruppe oder eines einzelnen Landes, sondern ein Problem des einzelnen Menschen und der gesamten menschlichen Gesellschaft sowie den aus ihr resultierenden Gesetzen.

Lässt man gewalttätige Menschen in einer Partnerschaft oder in der Gesellschaft erst einmal Oberhand gewinnen, dann werden sie mächtig und können in der Regel machen was sie wollen - und das tun sie tatsächlich auch. Ist es ihnen erst einmal gelungen, mit den verschiedensten Unterdrückungsmechanismen ihren Lebensgefährten, die Lebensgefährtin oder irgendwelche andere Menschen einzuschüchtern, dann ist es unter normalen Voraussetzungen nicht mehr möglich, die gewaltgeschwängerten Ausartungen zu stoppen und ein friedliches menschliches Zusammensein herbeizuführen und das Ganze zum Besseren zu wandeln.