Selbstverantwortung kontra moderne Neurobiologie

Andererseits müssten die Straftäter aber trotzdem bestraft werden, weil sie für die Gesellschaft durch ihre strafbaren Handlungen nicht tragbar wären. Genau genommen dürften gemäss dieser neurobiologischen Theorie aber lediglich die Gene, jedoch nicht die Persönlichkeit und damit also nicht der betroffene Mensch selbst zur Rechenschaft gezogen werden. Diese Situation wäre aber unbeschreiblich paradox und gegenüber dem Menschen ungerecht. Verantwortungsvolle Eltern würden wohl niemals ihre Kinder schlagen für Taten, die diese niemals von sich aus, sondern nur durch die Befehle ihrer Gene begangen hätten. Eltern jedoch würden wiederum von ihren eigenen Genen dazu gezwungen, ihre eigenen Kinder zu schlagen - paradox. Kriminelle Menschen sind aber darum für ihre Taten und Verfehlungen verantwortlich, weil sie sich Kraft ihrer Fähigkeit ihrer eigenen Gedanken und Gefühle sowie infolge ihrer bewussten Entscheidungen zur Straftat entschliessen. Eine verminderte Zurechnungsfähigkeit und Straffälligkeit durch eine bewusstseinsmässige oder psychische Krankheit muss individuell abgeklärt werden. Beim bewussten Konsum von Alkohol, Suchtmedikamenten, Drogen oder anderen halluzinogenen Stoffen geht eine bewusste Entscheidung voraus und zieht folglich eine klare Verantwortung in gegebenem Rahmen mit sich. Demgemäss darf bei deren bewusstem Missbrauch und daraus entstehenden Straftaten keine Strafmilderung in Betracht gezogen werden, was leider jedoch durch die Rechtsprechung und im Hinzuziehen unfähiger Psychologen und Psychiater anders und falsch gehandhabt wird, wodurch alkoholisierte oder medikamenten- und drogensüchtige Straftäter/innen viel zu milde bestraft werden - wenn überhaupt. Werden solche Menschen und Kriminelle aber von der Neurobiologie für nicht schuldig erklärt oder zu milde bestraft, dann machen sich dadurch auch die Gesellschaft und die Justiz schuldig. Eine Tatsache, die gemäss genannter neurobiologischer Theorie wiederum nicht möglich ist, weil nämlich auch die Gesellschaft und das Justizsystem keine Entscheidungsgewalt hätten und ebenfalls für ihre eigenen Taten nicht verantwortlich gemacht werden könnten. Das Chaos wäre perfekt und entspräche daher in keiner Art und Weise dem schöpferischen Prinzip der Gerechtigkeit und der bewussten Evolution. Tatsache ist nämlich: Die Schöpfung kennt weder Chaos noch Ungerechtigkeit, weder im Makrokosmos noch im Mikrokosmos, und so ist die Tatsache der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung für den Menschen oberstes Prinzip, und zwar genau so, wie ihm dies von der Schöpfung durch ihre bestimmenden und bewusst kreierenden Kräfte vorgelebt und aufgezeichnet wird.