Autofahren mit Billy

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Nach langer Zeit wurde mir gestern, am 4. August 2004, anlässlich eines besonderen Anlasses wieder einmal die seltene Ehre zuteil, Billy in meinem Auto nach Zürich und wieder nach Hause kutschieren zu dürfen. Eingedenk meines besonders wichtigen Passagiers bemühte ich mich nach Kräften, besonders umsichtig und vorsichtig zu fahren, ohne deshalb zur ärgerniserregenden Schnecke zu werden.

Meine Strategie zahlte sich aus und wir kamen wohlbehalten in Zürich beim Stadthaus an, wo ich dank Billys Hilfe sogar einen schattigen Parkplatz direkt an der Limmat ergatterte. Wir waren etwas mehr als eine halbe Stunde zu früh dran und mussten deshalb auf das Brautpaar warten, das uns gebeten hatte, Trauzeugen zu sein. Nach einer Weile ging Billy über die Limmat zur Wasserkirche hinüber, um zu sehen, welches Denkmal jetzt an dem Platz steht, an dem früher das Pestalozzi-Denkmal gestanden hatte. Einige Minuten später sah ich ihn vor der Zwingli-Statue, wo er nur kurz verweilte und wieder umkehrte. Noch während er vom Helmhaus verdeckt wurde, dachte ich, dass das Brautpaar ihn vielleicht vom Tram aus sehen und sich sicher wundern würde, was er denn auf der falschen Limmatseite treibe. Eine oder zwei Minuten später kam er dann in Begleitung von Mariann Uehlinger und Willem Mondria, dem Brautpaar, über die Brücke zurück.

Nach der Ziviltrauung, die in sehr bescheidenem Rahmen im schönen, neu renovierten Trauzimmer des Stadthauses Zürich von einer Zivilstandsbeamtin mit schlichten Worten vollzogen wurde, nahm ich die Jungvermählten und Billy wieder an Bord und wir fuhren zum Zoo hinauf, wo wir in einer schönen, schattigen ‹Gartenbeiz› noch etwas tranken und ein bisschen Abkühlung von der stickigen Schwüle der Stadt fanden. Nach einiger Zeit verabschiedeten wir uns und machten uns getrennt auf den Heimweg.

Vom Zoo aus fuhr ich über Dübendorf, Gwatt und Schwerzenbach in Richtung Fehraltorf, ein Weg, den ich früher oft genommen hatte, als ich noch in Zürich arbeitete. Inzwischen hatte sich auf der Strecke aber derart viel verändert, dass ich mich in keiner Weise mehr auskannte und dankbar war, dass Billy mir mit seinen Richtungsangaben behilflich war. In Fehraltorf zweigte ich Richtung Russikon und Turbenthal ab und war froh, endlich in einen noch ruhigeren Verkehrsfluss zu kommen, der mir wohl etwas weniger Konzentration abverlangen würde. Der Gedanke war noch nicht einmal fertig gedacht, als ich sah, dass mir ein weisser, fensterloser Transportbus entgegenkam, den ich wohl etwa auf der Höhe des ‹Cafe Feld› kreuzen würde.