Leserfragen

Leserfrage

Ist sich eine Geistform im Jenseits ihres und ihrer vorigen Leben im Diesseits bewusst? Wie überhaupt kann man sich das Leben im jenseitigen Bereich vorstellen?

N.L./Deutschland

Antwort

Wenn die Geistform beim Tod des materiellen Körpers diesen verlässt, dann verfällt sie nicht ebenfalls dem Tod, sondern lebt weiter, denn sie ist als Teilstück Schöpfungsgeist absolut unsterblich und folglich also keinem Werden und Vergehen eingeordnet wie der materielle Körper des Menschen. Also kann und muss sich die Geistform, wenn sie in den Jenseitsraum überwechselt, nicht ihres bewusst werden, denn sie ist ja von endloser Existenz, in der nur Liebe, Wissen, Harmonie und Weisheit gesammelt wird in zeitloser Form. In diesem Sinne bedarf es daher auch keiner Erinnerung an ein vorgegangenes materielles Leben, denn wie die Existenz der Geistform selbst, sind auch Liebe, Wissen, Wahrheit, Harmonie und Weisheit absolut zeitlos, und zwar nach dem Prinzip, alles hat immer existiert und wird immer existieren. Ein Erinnerungsvermögen ist allein bestimmten materiellen Lebensformen eigen sowie deren Gesamtbewusstseinsblock - und zu diesen Lebensformen gehört die Gattung Mensch mit all ihren Arten. Der Geist resp. die Geistform ist - wenn man so sagen darf - ein lern- und speicherfähiger Computer ungeheurer Kapazität und Kraft, der sich selbsttätig evolutioniert, der jedoch nur sammelt, speichert, lernt und wieder Kräfte freigibt, ohne jedoch Erinnerungen des Lebens des materiellen Körpers zu sammeln. Dies nämlich bleibt allein dem halbmateriellen Gesamtbewusstseinsblock sowie dem materiellen Bewusstsein mit dessen Gedächtnis vorbehalten.

Das Leben resp. die Existenz des Geistes resp. der Geistform im Jenseitsbereich kann man sich nicht in einer Form des Werdens und Vergehens vorstellen, denn die Existenz der Geistform ist zeitlos und ohne Anfang und Ende in rein empfindungsmässiger Form. Das bedeutet, dass das Leben der Geistform als SEIN-Zustand zu erklären ist, in dem nur geistesmässige Empfindungen herrschen, wodurch Raum und Zeit gegenstandslos werden.

Billy

Leserfrage

Wie kann eine einseitige Bündnisliebe, wie sie in der Schrift beschrieben wird, bestehen, wenn doch einer der beiden Partner keine Liebe empfindet? Wieso wird denn so ein Ehebund überhaupt eingegangen?

N.L./Deutschland

Antwort

Da der Mensch einen eigenen, freien Willen besitzt und daher nach eigenem Gutdünken schalten und walten kann, vermag er auch seine Gedanken und Gefühle nach eigenem Ermessen zu steuern. In dieser Form ist es ihm also freigestellt und eigen, dass er nach eigenem Ermessen eine wahre geist-empfindungsmässige oder eine einfach gefühls- oder emotionsmässige Liebe entwickeln kann, und zwar in jeder Hinsicht, so eben auch in bezug auf eine Bündnisliebe, die dem Menschen gemäss sowohl gedanklich-gefühlsmässig, emotional oder geist-empfindungsmässig sein kann. Da der Mensch - wie gesagt - einen freien Willen besitzt, ist es ihm auch freigestellt, in irgendeiner Form eine Liebe aufzubauen resp. zu entwickeln in richtiger oder falscher Form. Dies ist sein ureigenes Recht, das er jederzeit in Anspruch nehmen kann. Und wie es in bezug auf den freien Willen des Menschen gegeben ist, dass er je nach Belieben sich zu einem Mitmenschen usw. neutral verhält, ihm gleichgültig entgegentritt oder ihn hasst, so kann er ihn auch nach eigenem Ermessen und freiem Willen in irgendeiner wahren oder falschen Form lieben. So kommt es, dass der eine Mensch seinen Nächsten liebt - egal in welcher Form -, während der andere sich gegenüber dem ihn Liebenden völlig gleichgültig oder ablehnend usw. verhält. So kann der eine den nächsten Menschen lieben oder hassen, ohne dass diese Liebe oder der Hass vom andern entgegnet wird. Dies kann auch so geschehen in einer Bündnisliebe, die nur einseitig gegeben ist. Und es kommt tatsächlich oft genug vor, dass bei einer Eheschliessung nur eine einseitige Bündnisliebe in Erscheinung tritt, während auf der anderen Seite vielleicht nur Vernunftsgründe für die Eheschliessung vorherrschen, vielleicht aber auch Profitgier oder sonstiges. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, heisst es, und genau demgemäss handelt er auch in bezug auf eine Bündnis- oder sonstige Liebe.

Billy