In Sachen Plejadier/Plejaren-Kontaktschwindler

Note: Event Views detected that you were very likely running the old version of event_views and has updated your DB tables with new fields required to use the new event_views module.

Im WZ No. 99/Juni 96 und im FIGU-Bulletin No. 8/August 96 wurde über den Kontakt-Mauscheler berichtet, für den sich Randy Winters einsetzte und dessen Fälschungsmaterial vertrieb, das derart primitiv angefertigt war, dass der Fälschungsbetrug selbst Laien und Kindern auffiel. Chefredakteur Michael Hesemann vom MAGAZIN 2000 bemühte sich seither eingehend und akribisch um diese Mauschelei und fand im Laufe der Zeit alle jene Ausführungen bestätigt, die ich in bezug auf die Plejadierschiff-Fälschungen usw. machte, wie diese auch in einem von mir angefertigten Flugblatt erklärt wurden. Das Resultat seiner genauen Abklärungen und die Aufdeckung der Mauschelei des Mannes, verfasste Michael Hesemann in einem ausführlichen Artikel für das MAGAZIN 2000, und den wir mit seiner Erlaubnis im FIGU-Bulletin veröffentlichen.

Im MAGAZIN 2000 erschien der Artikel unter dem hier gleichnamig wiedergegebenen Titel, und zwar in der November-Ausgabe 1997, No. 11.
Billy

Ein Plejadier in Deutschland?
Exklusiv: MAGAZIN 2000 untersucht den kontroversesten UFO-Kontaktfall der Neunziger.

von Michael Hesemann, Chefredakteur MAGAZIN 2000

Für viele war es das UFO-Ereignis des Jahres. Im April und Mai tingelte ein Mann durch Deutschland, der behauptete, von den Plejaden zu stammen. ‹Unser Freund aus dem Kosmos ist ein Wanderer zwischen den Welten›, verkündete eine Hochglanz-Werbebroschüre. Und sie versprach ‹die Geburt eines neuen Bewusstseins›. MAGAZIN 2000 nahm den Ausserirdischen unter die Lupe …

Es war, als würde der Messias kommen. «Er hat physischen und telepathischen Kontakt zu seinen Angehörigen auf den Plejaden … Seine Fähigkeiten erlauben ihm, viele Dinge im Gestern und Morgen zu sehen. So kann er den Menschen beratend zur Seite stehen … wir erhalten durch Heilmeditationen Zugang zu bisher nicht bekannten Energien und zu seiner neuen Sicht unserer Aufgaben in der Zukunft. Er ist ein Heiler, und bei Begegnungen mit ihm kam es zu Spontanheilungen. Er ist ein Prophet, der uns Alternativen für unsere Zukunft aufzeigt. Er ist ein Warner …», pries ihn das ‹em-Event Management› in München, das ihn für DM 35.– Eintritt pro Kopf im April und Mai durch eine Reihe deutscher Städte von München bis Berlin, von Düsseldorf bis Nürnberg tingeln liess. Wem es nicht genug war, dem standen auch noch Seminare offen, vom einfachen Wochenende (zwei Tage) für DM 350.– bis zum Exklusivworkshop auf Mallorca für DM 2144.–. «Zuerst liess er uns zwei Stunden warten. Dann sprach er, oder besser, versprach er, sein Beweismaterial auf dem Wochenendseminar zu zeigen. Fragen beantwortete er erst gar nicht», erzählte uns eine Leserin, die am Seminar in Düsseldorf teilnahm.Von der versprochenen ‹Geburt neuen Bewusstseins› spürte sie ebensowenig wie von den spontanen Heilfähigkeiten des ‹Propheten von den Plejaden›. «Das sah mir sehr nach einer einzigen, grossen Abzocke aus». Wirklich? «Seine Herkunft und die Zusammenarbeit mit den Plejadiern wird durch phantastisches Photo- und Filmmaterial deutlich», versprach der Prospekt der Veranstalter.Was hat es damit auf sich?
Als wir die Ankündigung der Tournee sahen, mussten wir uns wundern – wundern darüber, dass der Kontaktler offenbar seinen Namen geändert hatte. Denn er war in der UFO-Szene der Vereinigten Staaten zu diesem Zeitpunkt längst bekannt. So erwähnte MAGAZIN 2000 erstmals in Nr. 109/ Februar 1996 in einem Bericht über den UFO-Kongress von Mesquite/Nevada den Vortrag des amerikanischen UFO-Forschers Randy Winters über den ‹Kontaktfall›. Damals übertrug uns Winters die Rechte zur Publikation eines Berichtes über den Fall, den wir fast veröffentlicht hätten, wenn wir nicht von dem Computerexperten Jim Dilletoso vom ‹Vilage Lab› in Tempe/Arizona informiert worden wären, dass es sich zumindest bei einigen der Fotos des Kontaktlers um «mit grösster Wahrscheinlichkeit am Computer generierte Fälschungen» handelte. Auch Winters stiess auf immer mehr Schwachpunkte des Falles, dass er sich bald von ihm distanzierte – und sogar sein Video vom Markt nahm.