Neue Meldungen zur Astronomie

Nun haben die Astronomen in Richtung des Zentrums der Milchstrasse einen neuen Pulsar-Typ entdeckt, der im viel energiereicheren und kurzwelligeren Röntgenbereich strahlt. Etwa einmal pro Stunde schickt der Röntgen-Pulsar einen gewaltigen Puls aus. Anfangs Dezember letzten Jahres fiel der Pulsar einem Forschungssatelliten auf, der dafür erbaut wurde, seit langem beobachtete Röntgenblitze zu untersuchen, die immer unverhofft im Universum aufflackern und sofort wieder verlöschen.
Der neuentdeckte Pulsar sendete zuerst im Sekundenrhythmus, dann alle paar Minuten und nach zwei Tagen einmal pro Stunde einen Röntgenblitz aus, wodurch ein eigenartiges Verhaltensmuster in Erscheinung tritt mit mehreren Varianten, die bislang verschiedenen Himmelsobjekten zugeschrieben wurden. Zudem handelt es sich bei diesem Pulsar um die zurzeit stärkste bekannte Röntgenquelle am Himmel.
Wie die rhythmischen Röntgenblitze entstehen, ist zurzeit noch ein Rätsel, doch soviel steht fest: Bei diesem kosmischen Röntgen-Leuchtturm handelt es sich um ein Doppelsternsystem mit einem äusserst massenreichen, jedoch kleinen Neutronenstern und einem leichteren Begleiter. Es wird vermutet, dass der leichtere Stern schubweise Material verliert, das vom Neutronenstern abgesogen und auf rund 150 000 Sekundenkilometer, also auf halbe Lichtgeschwindigkeit beschleunigt wird, um dann auf die Oberfläche des Neutronensterns zu krachen, wobei Temperaturen von etwa einer Milliarde Grad entstehen, was heiss genug ist, um Röntgenblitze mit einer Leistung abzustrahlen, die in etwa dem Millionenfachen unserer Sonne entspricht.
Billy

Supernova
Kesao Takamizawa, ein 44jähriger Amateurastronom aus Nagano bei Tokio/Japan spürte mit einem 400mm-Teleskop eine Supernova auf. Als einer der wenigen Astronomen der Erde entdeckte er bisher drei verschiedene Phänomene nacheinander im Weltraum. Takamizawa sagte, er habe in der Nacht zum Samstag, vom 12. zum 13. April 1996, in der Galaxis ‹NGC 5061› im Sternbild Jungfrau Photoaufnahmen gemacht, jedoch erst bei der Entwicklung der Bilder erkannt, dass er eine Supernova photographiert hatte.
Billy

Supernova
Chinesische Astronomen des Pekinger Observatoriums haben im Februar/März 1996 im Sternbild des Raben eine Supernova entdeckt – in einer Entfernung von rund 65 Millionen Lichtjahren.
Billy