Verknappung und Zerstörung des Lebensquells Wasser

Wo kein Wasser ist, da ist auch kein Leben. Keine Lebensform, sei es nun Mensch, Pflanze oder Tier, vermag ohne Wasser zu leben. Und alles was da kreucht und fleucht auf Mutter Erde, besteht mehr oder weniger aus einem guten Teil Wasser; so ist das essentielle Nass auch zu mehr als zwei Dritteln Bestandteil des menschlichen Körpers. Ohne Wasser könnte kein Blut in unseren Adern fliessen, kein Nahrungsstoff in die Zellen unseres Körpers gelangen und kein Schlackenstoff diese wieder verlassen. Die Menschen sind, wie alle anderen Lebensformen, gebunden im natürlichen Kreislauf des Wassers. Durch Tranksame und feste Nahrung nimmt der Mensch Flüssigkeit zu sich und scheidet diese in Form von Urin und Schweiss wieder aus, in geringeren Mengen auch durch die Atmung und den Stuhl. Wie sehr offenbart sich daraus dem Menschen die Wahrheit, dass er ein fester Teil der Natur und es für ihn unmöglich ist, den natürlichen Gesetzen zu entfliehen. Nimmt der Mensch keine Flüssigkeit zu sich, dann verdurstet er elend nach 5 bis 6 Tagen. Wasser ist also ein grundlegender Faktor für unser irdisches Leben und sollte uns deshalb kostbarer sein als alle Schätze der Welt.

Wenn man das blaue Antlitz der Erde von aussen betrachtet, könnte es einem schwer fallen zu glauben, dass die Wasserversorgung für den Menschen immer schwieriger wird. Gut zwei Drittel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Rund 97% dieses Wassers jedoch ist salzhaltig und bildet die Meere. Das Meerwasser kann zwar durch bestimmte technische Anlagen entsalzt und in Süsswasser umgewandelt werden, doch der Energieaufwand für solche Verfahren ist enorm, und die Kosten dafür sind dementsprechend hoch. Der grösste Teil der restlichen 3% Süsswasser lagert in gefrorenem Zustand am Nord- und Südpol sowie in den zahlreichen Gletschern, die man überall auf der Erde in kälteren und höheren Lagen antrifft. Der für den Menschen nutzbare Wasseranteil beträgt rund 0,3%. Diese zum Ganzen gesehen geringe Wassermenge wäre für den Menschen jedoch immer noch mehr als genug, wenn da nicht die Bevölkerungsexplosion und deren Folgen wären. Wasser kann man weder herzaubern noch ist es vermehrbar, denn es existiert nur eine bestimmte Menge davon, und das befindet sich im ständigen Kreislauf von Niederschlag und Verdunstung sowie von Vereisung, Schmelze, Abfluss und Verbrauch.
Durch die vom Menschen verursachte immense Verunreinigung und Vergiftung aller Gewässer jedoch und durch den stetig steigenden Bedarf an Wasser durch das unaufhaltsame Wachsen der Überbevölkerung, erschwert sich der Erdenbürger immer mehr die für ihn lebenswichtige Versorgung von sauberem Nutz- und Trinkwasser. Verschlimmernd kommt auch noch hinzu, dass sich, als Folge der globalen Klimaveränderung, die hervorgerufen wird durch Luftverschmutzung und Naturzerstörung usw., in vielen Gebieten der Erde die Niederschlagsmengen verringern oder sogar ganz ausbleiben, während sie an anderen Orten verheerende Überschwemmungen und zerstörende Katastrophen hervorrufen, viele Menschenleben kosten, Tiere töten und alles vernichten.