Rassismus

Diesen kriminellen Individuen stehen völlig unfähige Machthaber und unsichere Bürger gegenüber, die sich auch noch in verschiedene Lager spalten: Die einen, welche sich heimlich über die ‹bombigen› Denkzettel freuen, die den Fremden, Ausländern, Asylanten, Sintis oder Romas usw. erteilt werden, und die anderen, welche selbst noch gefangen sind von Geschehen der Vergangenheit, geplagt von einem schlechten Gewissen und nicht unterscheiden könnend zwischen übersetzten Forderungen und gesundem Menschenverstand, wobei die vergangenen Ungerechtigkeiten und Ungeheuerlichkeiten durch neue Greueltaten usw. ersetzt werden; so z.B. geschehen in Palästina. Doch so weit muss man nicht suchen, um die Verwundbarkeit des mitteleuropäischen Volkes in seiner Gewissensnot aufzuzeigen. Skrupellose Menschen haben diese Schwachstelle längst entdeckt und erpressen hierzulande mit moralischem Druck und durch untergeschobenes rassistisches Gedankengut Zugeständnisse, die sie selbst nie zu geben bereit wären.

Täglich kann leider auch beobachtet werden, dass sich Menschen anderer Völker und Rassen untereinander selbst harmen und hassen und sich über ihre Diskriminierung als Fremde und als Ausländer beklagen. Sie selbst aber sind auch keinen Deut besser und finden immer noch jemanden, der ‹weit unter ihnen steht›. Das ‹hierarchische› Gefälle sieht dann etwa so aus: Italiener - Spanier - Türken - Jugoslawen - Tamilen usw. Selbst unter den eigenen Landsleuten gibt es strenge Abstufungen; so betrachten z.B. die Norditaliener die Süditaliener gewissermassen als ‹Neger›, mit denen sie sich nicht an den gleichen Tisch setzen wollen. Dies ist sicher eines der harmloseren Beispiele des alltäglichen Wahnsinns, wenn man an Jugoslawien, Irland, Südafrika und an die Türkei und an die Kurden usw. denkt.