Mensch der Erde, höre...

Wer jemals Krieg gesehen hat, jemals in einen geraten und darin verwickelt worden ist, wer jemals mörderischen Verbrechern begegnete und um sein Leben kämpfen musste, wer jemals Fanatikern begegnet ist und deren Terror in der einen oder andern Form erlebt hat, der weiss, wie besessen, brutal, bösartig, ausgeartet, rücksichtslos, blutgierig, krank und teuflisch der Mensch wirklich sein kann, wenn er seiner Vernunft ledig wird und bedenkenlos und unkontrollierbar dem Wahn des Tötens, Mordens, Zerstörens und Vernichtens verfällt. Selbst der normale Soldat artet aus und wird zur Bestie, wenn er einmal Blut gerochen hat und seine Gedanken und Gefühle sowie seine Emotionen und Ideen nicht zu kontrollieren vermag. Und wer all das in Wirklichkeit und nicht nur aus der Zeitung, dem Radio und aus dem Fernsehen kennt, der versinkt zugleich in Zorn und Wut, wie aber auch in Schmerz und Trauer. Und wer das alles in der Realität erlebt hat, trauert um all die Menschen, die ihr Leben verloren haben, und er trauert um die Welt, die all das Elend und die Not tragen muss und dabei durch Zerstörungen und Vernichtung selbst zugrunde geht. Und der alles erlebt hat, den schmerzt es, dass die Völker der Erde nicht miteinander in Frieden, Liebe, Freiheit und Harmonie nebeneinander bestehen und leben können und dass sie alle ihre Probleme nicht mit Logik, Überlegung und Vernunft lösen wollen, sondern immer nur mit böser, blanker und nackter Gewalt.

Mensch der Erde, höre: Es gibt nur einen Weg in die Zukunft und nur einen Weg zum freien, harmonischen und friedlichen Leben, und das ist der Weg der Vernunft und der Liebe. Der Mensch muss in sich gehen und in sich selbst die Vernunft und Wahrheit finden, die Liebe zu sich selbst und zum Nächsten, zu jedem Mitmenschen und zum Leben. Also muss er in sich gehen und begreifen lernen, dass alles dem Werden und Vergehen eingeordnet ist, dass nichts ewig währt, sondern vergänglich ist - alles was da kreucht und fleucht, alles was geht und schwimmt, alles was erbaut wird, und auch der Mensch selbst.

Nichts Materielles währt ewig, und dem muss Rechnung getragen werden. Es ist daher zu verstehen, dass das Leben genutzt werden muss, um nach Höherem zu streben und dieses auch zu erreichen, nicht jedoch um Profit, Reichtum, Macht und Herrschaft zu erlangen und nicht um dem Fanatismus zu verfallen und mit Krieg, Revolution und Terror Tausende Tode über die Welt und die Menschen zu bringen. Der Mensch muss lernen, Frieden und Freiheit zu schaffen, den Tyrannen, Despoten, Fanatikern, Anarchisten und Terroristen das Ruder aus der Hand zu nehmen und ihre blutige Macht zu brechen, doch kann und darf das nicht durch weitere Tyrannei und durch Terror, Fanatismus und Despotismus geschehen. Geschieht dies doch, dann werden auch dadurch unzählige unschuldige Menschen gemordet, Bauten, Paläste und ganze Städte in Schutt und Asche gelegt, während ganze unersetzliche Landschaften, Wälder, Seen, Flüsse und Bäche und gar die ganzen noch heilen Reste der zerstörten Welt in Sekundenschnelle durch nukleare Bomben und Raketen vernichtet und zum Verdampfen gebracht werden. Durch Gegenterror und sonstigen Krieg sowie durch Gegentyrannei, Gegenfanatismus und Gegendespotismus wird das Dahinmorden unschuldiger Menschen noch bösartiger und unermesslicher, während die Zerstörungen und Vernichtungen noch gewaltigere Ausmasse bis zur Unübersichtbarkeit annehmen und die Natur des Planeten zu ungeheuren Katastrophen zwingen. Die Trauer, das Leid und die Schmerzen der Menschen steigern sich ins Unermessliche, und die Tränen derer, die noch zu weinen vermögen, überschwemmen das zerstörte Land, sammeln sich in Bächen, Seen und Flüssen und lassen die Ozeane anschwellen.