Neugebauer G.

Folter und was sie bedeutet …

Wie weit ist es mit unserer westlichen Kultur, Demokratie und Lebenseinstellung gekommen, wenn wir es zulassen, dass im Namen von Demokratie, Freiheit, Frieden und dem sogenannten ‹Kampf gegen den Terror› Menschen gefoltert, misshandelt, entwürdigt und all ihrer selbstverständlichen Grundrechte beraubt werden, die jedem Menschen zustehen, egal welcher Religion, Kultur oder welchem Volk er an

Wer Wind sät, wird Sturm ernten

Betrachten wir die geschichtlichen und die damit verbundenen militärischen Ereignisse der letzten Jahre, so wird deutlich, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit ein neuer Militärschlag vor der Türe steht. Unter der Federführung der USA und in Zusammenarbeit mit Israel – wie könnte es auch anders sein – ist man dabei, den sogenannten ‹Präventivschlag› gegen den Iran und seine Atomanlagen nicht mehr nur vorzubereiten, sondern in absehbarer Zeit auch umzusetzen. Die Propagandamaschinerie ist, wie damals in Afghanistan und im Irak, schon angelaufen. «Kampf gegen den Terror», «Schutz der Demokratie», «für Frieden und Freiheit» usw. – die üblichen Standardargumente und Kriegsparolen sind bereits im Umlauf, so formuliert, als gäbe es keine Alternative mehr zu einem militärischen Vorgehen. Natürlich ist immer die andere Seite schuld daran, dass es zu einem Konflikt kommt, während man selbst nur um den Frieden und den Schutz der eigenen Freiheit bemüht ist.

The American Way of Life

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US-Amerika gilt immer noch als der grosse Bruder Europas, der uns scheinbar zur Seite steht, wenn Hilfe gebraucht wird. Als eine der angeblich ältesten Demokratien der Welt und Garant für Frieden und Freiheit konnten wir uns immer auf US-Amerika verlassen. Dem grossen Bruder, der in zwei Weltkriege eingriff, Europa vom Nationalsozialismus befreite, müssen wir Europäer scheinbar immer dankbar dafür sein, und diesem Land US-Amerika müssen wir deshalb alles an politisch-militärischem Grössenwahn durchgehen lassen, egal was auch immer geschieht und welchen Schaden von den US-amerikanischen Regierungen aller Zeiten rund um den Globus angerichtet wurde und wird. Auch über alle Formen eklatanter Menschenrechtsverletzungen (Todesstrafe, psychische Folter an Gefangenen, Jugendcamps, in denen junge Straftäter physisch und psychisch gebrochen werden, usw. usf.), die innerhalb und ausserhalb der Vereinigten Staaten von Amerika geschehen, scheint man blind und unfähig geworden zu sein, um sich gemeinsam dagegen zu wehren. Anstatt angemessen dagegen etwas zu unternehmen, schauen vor allem die politischen Institutionen Europas lieber darüber hinweg oder reagieren verschüchtert darauf und unternehmen erst etwas, wenn das eigene Volk zu sehr dagegen aufbegehrt. Oftmals wird von politischer Seite auch der Eindruck erweckt, man habe US-Amerika auf dieses oder jenes Problem aufmerksam gemacht. Dabei nehmen die USA Europa aber gar nicht ernst, doch die Bevölkerung im eigenen Land ist erst wieder einmal beruhigt.