Louis Memper: 13.9.1953 – 29.4.2013Lieber Louis
Wer hätte das gedacht, dass wir schon so bald und so früh Abschied nehmen müssen von Dir! Nachdem Du lange Zeit krank warst, freuten wir uns riesig, als Du an der April-Zusammenkunft endlich wieder bei uns warst. Du sagtest zwar, dass es um Dein Herz nicht zum Besten stehe, doch Du warst zuversichtlichen Mutes, dass Deine Gesundheit auf guten Wegen sei. Du sahst gut aus und warst recht frohgemut. Wir wollten nicht ohne Dich sein und waren, trotz untergründiger Sorge, einfach froh, Dich zu sehen, Dich zu erleben und mit Dir zusammen zu sein. Du warst so sehr ein Teil von uns, dass wir es mit fast selbstverständlicher Dankbarkeit hinnahmen, Dir in alter Vertrautheit wieder nahe zu sein. – Und nun bist Du einfach nicht mehr da! Die Gedanken und Gefühle an Dich hinterlassen in uns warme, tiefe Dankbarkeit, aber auch Wehmut, Trauer, Unfassbarkeit und Schmerz. Wüsste ich nicht, dass Deine Persönlichkeit bereits durch den Gesamtbewusstseinblock aufgelöst wurde, könnte ich Dich mir so gut vorstellen, wie Du – vielleicht zusammen mit Christina – jetzt im SSSC auf einem Bänklein sitzt und Dich wunderst, wie nahe uns Dein Tod geht: „Da fliessen ja Tränen“, höre ich Dich verwundert sagen, „ich wusste gar nicht, dass ich Euch so kostbar war.“